Betonbehälter



 

 

Der Betonbehälter bildet die Basis für das Entsorgungssystem und bietet Platz, um die Sicherheitsvorrichtung und den Sammelcontainer aufzunehmen. Er ist für Systeme mit 3 m³, 4 m³ und 5 m³ Füllvolumen erhältlich und hat eine eckige Geometrie. Für eine spätere Erweiterung kann auch der 5 m³ Betonschacht verbaut und vorerst mit einem 3 oder 4 m³ Sammelcontainer bestückt sein.


Damit er garantiert wasserdicht ist, wird der Betonschacht monolithisch, also in einem Stück gegossen. Der verwendete Beton entspricht der Druckfestigkeitsklasse B45 und verfügt über eine sehr lange Lebensdauer. In der Regel werden die Betonbehälter 20 bis 25 Jahre genutzt. Das Tragevermögen des Betons erreicht die Verkehrsklasse 30. Auf dem oberen Rand des Bauteils wird ein verzinkter Profilrahmen eingegossen, welcher die Basis für die Abdichtung des Betonschachtes bildet. Darüber hinaus verhindert der Profilrahmen eine Beschädigung des Bauteils beim Wiedereinsetzen des Sammelcontainers nach der Entleerung.

 

 

Der Baustoff Beton

Beton ist wie kein anderes Material für den unterirdischen Einbau geeignet. Hergestellt wird der Baustoff aus Zement, Wasser und dem so genannten Betonzuschlag.

 

Der Betonzuschlag besteht aus einem Gemenge aus Sand mit Kies oder Splitt und muss gemäß DIN EN 12620 Gesteinskörnungen für Beton in Art und Größe der Zuschlagskörner konkreten Anforderungen genügen und güteüberwacht sein. Die unterschiedlich großen Körner bestehen aus natürlichen oder künstlich hergestellten mineralischen Stoffen. Innerhalb des Betongemisches sorgt der Betonzuschlag für Festigkeit und Belastbarkeit des Materials.

 

Zement ist ein fein gemahlenes Bindemittel, dessen Besonderheit darin besteht, dass es nicht nur an der Luft, sondern auch unter Wasser selbstständig erhärtet und fest bleibt. Die Hauptbestandteile des Zements sind so genannte Klinker, natürlich gewonnene Rohstoffe, die hauptsächlich Calciumoxid und Siliziumdioxid enthalten. Die Herstellung und Prüfung von Zement unterliegt DIN 1164 Zement – Zusammensetzung und Anforderungen.

 

Das Gemisch von Zement und Wasser bewirkt, dass frischer, weicher Beton gut zusammenhält und sich leicht verarbeiten lässt. Sobald der Beton abgebunden hat, sorgt die Verbindung aus Wasser und Zement für die Verkittung und Verklebung der Zuschlagkörner und gewährleistet somit die Dichtigkeit des Betons.

 

Stabilität erhöhen – Bewehrung im Stahlbeton

Unter einer Bewehrung versteht man Baustahlgitter, die in den Beton eingegossen werden, um dessen Zugfestigkeit und Stabilität zu erhöhen. Beton hat zwar eine hohe Druckfestigkeit, im Vergleich damit jedoch nur eine Zugfestigkeit von etwa 10%. Stahl besitzt dagegen eine hohe Zugfestigkeit bei niedriger Druckfestigkeit. So wird im Stahlbeton die Zugfestigkeit des Stahls mit der hohen Druckfestigkeit des Betons zu einem extrem stabilen Bauteil kombiniert. Daher verfügt ein Stahlbetonbauteil über die erforderlichen Festigkeiten gegenüber den Belastungen aus Hinterfüllung, Verkehr und Auftrieb.


Durch seinen stark alkalischen pH-Wert von über 12 übernimmt der Beton auch den Korrosionsschutz des Stahls und verhält sich gegenüber dem angrenzenden Erdreich bzw. Grundwasser chemisch neutral. Die hohe Alkalität trägt so zu einer langen Lebensdauer des Stahlbetons bei.


Die Anforderungen an Bewehrungen in Stahlbeton in sind in DIN EN 206 Beton - Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität und DIN 1045 Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton geregelt. Die Qualität und Beschaffenheit von
Baustählen ist detailliert in DIN EN 10025 Warmgewalzte Erzeugnisse aus Baustählen definiert.

Die Betonschächte werden in einem von SULO beauftragten Betonfertigteilwerk in einem eigens dafür angefertigten Werkzeug gegossen. Hier erfolgt auch der Einbau der Sicherheitstechnik und Sammelcontainer alternativ zur Montage an der Projektbaustelle. Die Vorfertigung der Bauteile garantiert eine gleich bleibend hochwertige Produktqualität und bietet zahlreiche Vorteile gegenüber dem am Standort gegossenen Ortbeton.

 

Permanente Überwachung

Das Mischen und Verarbeiten des Betons unterliegt – ebenso wie die Gewinnung der Rohstoffe – strengen Prüfkriterien. Das Produkt wird permanent durch kompetentes Personal in speziell ausgestatteten Laborräumen überwacht.


EDV - gesteuerte Betonmischung

Um die Betonbestandteile im richtigen Mischverhältnis zusammenzustellen, werden EDV-gesteuerte Dosier- und Wiegeeinrichtungen verwendet.


Verwendung höherwertiger Zemente

Durch Verwendung von höherwertigen Zementen entstehen höhere Betondruckfestigkeiten. So können Bauteile mit geringeren Stärken und Gewichten gefertigt werden, die beim Einbau weniger Platz benötigen.


Vermeidung von Witterungseinflüssen

Das Betonwerk bietet ein konstantes Umfeld. Dadurch werden schädliche Witterungseinflüsse durch Frost und Sonneneinstrahlung vermieden.


Einsatz von Stahlschalungen

Zur Fertigung werden Stahlschalungen statt der sonst üblichen Holzschalungen eingesetzt. Dieses Verfahren erhöhen die Dichtigkeit der Betonschächte. Außerdem können Maßtoleranzen genauer eingehalten werden.


Fertigung aus einem Guss

Die Betonschächte werden mithilfe eines speziellen Verfahrens ohne Arbeitsfuge und in einem Zuge gegossen. Hierdurch entfällt die potenzielle Schwachstelle im Anschnitt von der Sohle zur Wand.


Einhaltung der Ausschalfristen

Bei der Vorfertigung wird eine genaue Einhaltung der Ausschalfristen garantiert. So erhält das Bauteil seine erforderliche Stabilität und die Bewehrung ist zuverlässig vor Korrosion geschützt.

 

Damit das System nicht vom Grundwasser an die Erdoberfläche gedrückt werden kann, sollte bei einem hohen Grundwasserspiegel ein Betonschacht mit Auftriebsankern verwendet werden. Ein Auftriebsanker ist eine Verbreiterung der Schachtsohle um 155 mm an zwei Seiten. Bei ICEBERG Zoetermeer und ICEBERG Classic II ist es aus produktionsbedingten Gründen eine Verbreiterung um 200 mm. Der Betonschacht ist in jeder Größe mit zwei oder keinem Auftriebsanker verfügbar. (ICEBERG ZEOTERMEER und CLASSIC II auch nur mit einem Auftriebsanker erhältlich) Sofern jedoch die Betonschächte beim Einbau nicht auf Stoß gesetzt werden, empfiehlt sich in jedem Fall die Verwendung von zwei Auftriebsankern. Dadurch ist das System auch bei steigendem Grundwasserspiegel gegen Aufschwimmen geschützt.

 

  • BETONSCHACHT
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